Biotope der Kreisgruppe Wunsiedel

Amphibiengewässer Heldweiher Ziegelhütte
Amphibiengewässer Heldweiher Ziegelhütte

Seit Bestehen der Kreisgruppe Wunsiedel des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern konnten eine staatliche Zahl an Biotopflächen erworben werden. Mit Hilfe von staatlichen Fördergeldern, Spenden und Stiftungsmittel des Landesbandes sind Flächen unterschiedlichster Ausprägung im Landkreis Wunsiedel gesichert und gestaltet worden:

  • Feuchtbrache Breitenbrunn mit Bachsaum bei Wunsiedel
  • Kalkflachmoor Oberweissenbach Selb
  • Storchenwiesen Egerwiesen Marktleuthen
  • Teilfläche des Naturdenkmals Joosberg Tröstau
  • Feuchtbrache Ehewald Tröstauer Forst West
  • Flachmoor Wehräcker Nagel
  • Flachmoor mit Bergwiese Hohenbrand Nagel
  • Feuchtbrache Reichenbach Hohenbrand
  • Bergwiese Erlloh Nagel
  • Zeitelmoosteiche und renaturierte Moorflächen im NSG Zeitelmoos Hildenbach Wunsiedel
  • Magerwiese mit Hecken Rosenbühl Göringsreuth Wunsiedel
  • Heldweiher Ziegelhütte Marktredwitz

Zeitelmooswiesen und Moorteiche Hahnenstand Hildenbach Wunsiedel

Das Naturschutz- und Natura 2000 Gebiet Zeitelmoos zwischen Wunsiedel und Röslau ist ein Vorranggebiet des Naturschutzes im Fichtelgebirge.

Die uralte Kulturlandschaft ist der Lebensraum seltener Moorlibellen, Amphibien und Kreuzottern. Die Verlandungszonen der überwiegend unbewirtschafteten Moorteiche beherbergen den Sonnentau, die Glänzende Seerose und seltenen Torfmoose. Mit viel Geduld kann man Großvögel wie den Schwarzstorch und Kraniche beobachten. Bis in die 80er Jahre des Letzten Jahrhunderts war noch Birkhuhn zu verhören.

Wann immer möglich wurden private Flurnummern des offenen Schutzgebietes mit Fördermitteln durch Naturschutzverbände im Landkreis zur Biotopsicherung angekauft. Ebenso sind die Bayerischen Staatsforsten in ihren Wäldern bemüht, Verbindungen zwischen den Lohen wiederherzustellen, Fichten an Gräben zurückzunehmen und Gräben wieder zu verfüllen, um den Lebensraum zu vernetzen und zu vergrößern.

Die Kreisgruppe Wunsiedel des LBV ist seit Jahren interessiert, an der Südostseite des Schutzgebietes Teiche, Moorwälder und Brachen zu erwerben. 2004 und 2010 konnten 2 Fischteiche und ein Moorteich mit Wald, Gebüsch und Altgrasbrache erworben werden, seither sind neben der Aufgabe der Fischnutzung kontinuierlich Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt worden, die das Gebiet enorm aufgewertet haben. Der Erwerb einer Feuchtwiese mit Aufforstung in der Torfloh ermöglichte eine Moorrenaturierung zwischen der LBV-Fläche und den Bayerischen Staatsforsten, die extensive Mähnutzung der Feuchtwiese erhält die Blüten für Moorfalter und weitere Insekten.  

Ganz in der Nähe der großen Zeitelmooswiese konnten wir als LBV-Verband 2016-17 mit Bayerischen Klimaschutzmitteln 2 von Gräben durchzogene Moorwaldflächen und einen brachen Teich erwerben. Durch die Auflichtung des Waldes und diffizielle Baggerarbeiten ist die Anbindung an die zentrale Fläche im NSG Zeitelmoos gelungen, ein Wasserrückstau ist zu sehen, seltene Brutvögel, Amphibien und Libellen erobern das Gebiet. Besonders verdient gemacht hat dabei sich unser früh verstorbenes Vorstandmitglied Michael Fichtner, der die Schönheit und Reichhaltigkeit des Zeitelmoos seit Jahren mit seiner Kamera festgehalten hat und dem die Wasserrückhaltung in den Mooren des Fichtelgebirge besonders wichtig war.

Das Ankaufsgebiet ist als stark verändertes, früheres Quell- bzw. Hangmoor zu sehen. Ein Grabensystem erlaubte die frühere Nutzung als Moorwiesen und dann als Nutzwald, die Gräben sind teilweise verlandet, jedoch immer noch entwässernd. Der Eigentümer hat die Flächen nach geduldiger Verhandlung wegen der schlechten Zugänglichkeit und der Nässe an den Vogelschutzbund weitergereicht. Fichtner wusste um die Gebietsgeschichte und erläuterte, dass im Zeitelmoos die Fischteichnutzung schon vor Jahrhunderten durch das Kloster von Waldsassen vorangetrieben worden ist.

 

Wir haben bis heute knapp 6 ha im Zeitelmoos durch den Erwerb sichern können, mit Motorsägen und Baggern sowie geduldiger Arbeit mit der Sense und den Balkenmäher sind die Flächen offen und strukturreich erhalten geblieben.

   

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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